Der Sommer hat sich zwar offiziell dem Ende zugeneigt, jedoch kann man sicher noch die ein oder anderen sonnigen Tage genießen. Was bietet sich dann besser an, als eine kleine Ausfahrt zu unternehmen – vor allem, wenn einem dabei der Wind um die Nase weht und man ordentlich Leistung unterm Hintern hat. Im Falle des Audi R8 Spyder V10, der seit Juli dieses Jahres auf dem Markt erhältlich ist, trifft beides eindeutig zu. Wer kann da noch widerstehen…

Entgegen dem Trend darf im Audi R8 Spyder V10, wie der Name schon sagt, ein Zehnzylinder ganz ohne Einschränkung durch Zylinderabschaltung oder Downsizing wüten – im Spyder stehen dem satte 5,2 Liter Hubraum zur Verfügung. Hier kommt der gleiche Motor zum Einsatz, der auch in der geschlossenen Coupé-Version verbaut wurde – mit brachialen 540 Newtonmeter Drehmoment und ebenso vielen Pferden unter der Haube. Dass es jedoch nicht immer ein riesiger Motor sein muss, wenn es um Fahrspaß geht, haben wir bereits mit unserem vorangegangenen Artikel bewiesen.

Beachtliche Leistungsdaten versprechen beim R8 Spyder V10 pure Freude

Audi R8 Spyker V10

Zwar erreicht das R8 Coupé V10 die magische Grenze von 100 km/h 0,1 Sekunden schneller als der Spyder, jedoch ist der Wert von 3,6 Sekunden mehr als beachtlich. Wer es noch etwas schneller mag, erreicht die 200 km/h-Marke bereits in etwas über zehn Sekunden. Schluss mit dem Geschwindigkeitsrausch ist erst bei 318 Stundenkilometern – natürlich nur mit geschlossenem Verdeck zu Gunsten der Aerodynamik. Wer dann doch lieber das Freiluft-Vergnügen „oben ohne“ genießen will, kann das Verdeck innerhalb von 20 Sekunden bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h öffnen. Um den vollen Schub zu erreichen, muss man dem Audi R8 Spyder V10 mächtig die Sporen geben, denn die volle Leistung wird erst ab 6.500 Umdrehungen erreicht. Somit ist der Freiluft-Audi wirklich drehzahlfreudig und gönnt sich im Schnitt 11,7 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer Strecke. Dass bereits der Vorgänger ein Supersportler war, wie er im Buche steht, zeigt dieser Test von Auto Bild.

Durch den hohen Anteil an Aluminium bei der Karosserie wurde das Gewicht deutlich reduziert. Trotzdem ist der Audi R8 Spyder V10 mit seinen 1,6 Tonnen alles andere als leichtfüßig – zumindest auf dem Papier. Wenn die Fahreigenschaften mit denen des vorherigen Modells vergleichbar sind, ist der Ingolstädter ein echter Kurvenräuber, der zudem noch sehr leicht zu beherrschen ist. Doch darüber sollte man sich keine Sorgen machen müssen, da Audi den Spyder in einigen Punkten nochmals deutlich optimiert haben dürfte – der kraftvolle Motor sowie der permanente Allradantrieb sollten trotz dem nicht geringen Gewicht des R8 Spyder V10 leichtes Spiel haben. Die Kupplung des quattro-Antriebs ist serienmäßig wassergekühlt und schafft es, das volle Potential des Triebwerks durch eigenständige Verlagerung der Antriebskräfte auf die Vorder- oder Hinterachse zu entfalten. Damit man perfekt auf alle Straßenbedingungen vorbereitet ist, wurden beim Audi drive select die Fahrmodi um die Programme dry, snow und wet erweitert, falls man das Performance-Paket als Zusatzausstattung gewählt hat.

Fotos: Audi

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